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Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Bioökonomie-Start-up Puls 2026: Neue Impulse für das Start-up-Ökosystem im Rheinischen Revier

Illustratiiver Icon für den Bioökonomie Report © TIE Institut
Wie kann das Rheinische Revier den Wandel hin zu einer starken und nachhaltigen Bioökonomie-Region erfolgreich gestalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich das TIE Institute im Rahmen der Begleitforschung „Bioökonomie – Verstehen. Verbinden. Unterstützen.“ Auf der diesjährigen Statuskonferenz in Aachen wurden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt und gemeinsam mit Akteur:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutiert.

Statuskonferenz Bioökonomie-VVU 2026

Am 28. September 2026 fand im Schloss Rahe in Aachen die diesjährige Statuskonferenz der Begleitforschung Bioökonomie-VVU statt. Die Veranstaltung markierte den Abschluss der ersten Förderphase und bot die Gelegenheit, auf die Erkenntnisse, aufgebauten Strukturen und Entwicklungen der vergangenen Jahre zurückzublicken und Perspektiven für die weitere Transformation des Rheinischen Reviers zu diskutieren.

Auch das TIE Institute der TU Dortmund war erneut vertreten und brachte aktuelle Erkenntnisse zur Entwicklung des Bioökonomie-Start-up-Ökosystems in die Diskussion ein.

Bioökonomie-Start-up Puls 2026

Ein zentraler Beitrag des TIE Institute ist der jährlich erscheinende Bioökonomie-Start-up Puls. Der Report untersucht die Gründungsaktivitäten von Bioökonomie-Start-ups im Rheinischen Revier und analysiert, wie sich das regionale Start-up-Ökosystem entwickelt.

Die vierte Ausgabe des Reports zeigt: Nach zwei starken Jahren hat die Gründungsdynamik zuletzt leicht nachgelassen, liegt jedoch weiterhin über dem Niveau vor 2022. Gleichzeitig gewinnen Hochschulen als Ursprung bioökonomischer Gründungen weiter an Bedeutung – mehr als die Hälfte der befragten Start-ups geht inzwischen auf Ausgründungen aus Hochschulen zurück.

Finanzierung und Infrastruktur bleiben dagegen zentrale Herausforderungen. Insbesondere der Zugang zu Kapital sowie zu geeigneten Labor-, Produktions- und Skalierungsflächen ist für viele Bioökonomie-Start-ups weiterhin entscheidend. Gleichzeitig zeigt sich, dass eine starke Gründungskultur dort entsteht, wo Forschung, frühe Marktvalidierung, klare IP-Regelungen, Infrastruktur und Industriekontakte zusammenkommen.

Vom Forschungsbefund zu konkreten Handlungsempfehlungen

Über die jährliche Bestandsaufnahme im Start-up Puls hinaus arbeitet das TIE Institute derzeit an einem Whitepaper zur Weiterentwicklung des Bioökonomie-Start-up-Ökosystems im Rheinischen Revier.

Grundlage sind 77 leitfadengestützte Interviews mit Gründer:innen, Investor:innen, Vertreter:innen etablierter Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Intermediären sowie politischen Akteur:innen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Rheinische Revier über eine starke Wissensbasis, industrielle Anknüpfungspunkte sowie zahlreiche Förderakteure und Netzwerke verfügt. Gleichzeitig bestehen weiterhin Herausforderungen bei Koordination, Sichtbarkeit und einer gemeinsamen regionalen Identität.

Aus den Forschungsergebnissen wurden konkrete Handlungsempfehlungen insbesondere in den Bereichen Gründungskultur und Talente, Infrastruktur, Finanzierung sowie Regulatorik und Marktzugang entwickelt.

Im Rahmen der Statuskonferenz wurden ausgewählte Thesen mit unterschiedlichen Akteur:innen des Ökosystems diskutiert und weiter geschärft. Die Ergebnisse dieses Austauschs fließen nun in die weitere Ausarbeitung des Whitepapers ein.

Damit verbindet das TIE Institute die kontinuierliche Beobachtung der Entwicklung des regionalen Start-up-Ökosystems mit der Frage, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Ansätze zur Stärkung von Bioökonomie-Gründungen im Rheinischen Revier entstehen können.